Bürgschaftserklärung Vorlage
Mit dieser Vorlage erhalten Sie eine Bürgschaftserklärung für die Mietbürgschaft eines privaten Bürgen. Der typische Fall ist die Elternbürgschaft für einen Mieter ohne eigenes Einkommen. Das zweiseitige Dokument regelt Parteien, Bürgschaftsgegenstand, selbstschuldnerische Haftung und die Schriftform nach § 766 BGB. Sie können die Vorlage kostenlos Seite für Seite ansehen und nach kostenloser Registrierung im Generator digital ausfüllen.
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§ 766
BGB: Schriftform ist Pflicht
§ 771
Verzicht auf die Einrede der Vorausklage
§ 551
BGB: 3-Monatsmieten-Grenze beachten
2 Seiten
präzise, vollständige Erklärung
Das steht in der Vorlage
- Parteien: Vermieter, Mieter und Bürge
- Bürgschaftsgegenstand: Wohneinheit und Mietvertrag
- Bürgschaftsübernahme und Haftungsumfang
- Selbstschuldnerische Haftung und Verzicht auf Einreden
- Dauer und Erlöschen der Bürgschaft
- Schriftform und eigenhändige Unterschrift
Warum Ratiofill
Das Formular, das mitdenkt
Was diese Vorlage von einem einfachen Muster aus dem Netz unterscheidet und warum sich der Blick ins Original lohnt:
Formular online erstellenSelbstschuldnerische Haftung
Der Vermieter kann den Bürgen direkt in Anspruch nehmen, denn die Einrede der Vorausklage ist ausgeschlossen (§ 771, § 773 BGB).
Klar strukturiert
Parteien, Wohneinheit, Mietvertrag und Haftungsumfang sind in sechs klar strukturierten Paragraphen erfasst.
Schriftform nach § 766 BGB
Die Vorlage sieht die eigenhändige Unterschrift des Bürgen vor, denn ohne sie ist eine Bürgschaft nichtig.
Unbefristete Geltung
Die Bürgschaft läuft bis zur vollständigen Erfüllung aller gesicherten Forderungen aus dem Mietverhältnis.
Kostenlos ansehen
Alle Seiten der Vorlage lassen sich vorab im Showroom in Ruhe prüfen.
Online erstellen
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In wenigen Minuten
So kommen Sie zum fertigen Dokument
Vorlage ansehen und Generator öffnen
Sehen Sie sich die Bürgschaftserklärung kostenlos Seite für Seite an und öffnen Sie das Dokument nach kostenloser Registrierung im Ratiofill-Generator auf app.ratiofill.com.
Parteien vollständig erfassen
Tragen Sie Eigentümer bzw. Hausverwaltung, Mieter und Bürgen mit vollständigem Namen und Anschrift ein. Die eindeutige Bezeichnung der Parteien ist Grundvoraussetzung der Haftung.
Mietverhältnis genau bezeichnen
Benennen Sie die Wohneinheit und den zugrunde liegenden Mietvertrag mit Datum. Die Bürgschaft sichert Forderungen aus genau diesem Vertrag.
Bereit?
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Gut zu wissen
Bürgschaftserklärung: die wichtigsten Punkte
Das Wesentliche aus Recht und Praxis, auf den Punkt gebracht.
Was ist eine Bürgschaftserklärung zur Miete?
Eine Bürgschaftserklärung zur Miete (meist Mietbürgschaft genannt) ist ein Vertrag zwischen einem Bürgen und dem Vermieter. Der Bürge verpflichtet sich, für die Verbindlichkeiten des Mieters aus dem Mietverhältnis einzustehen: rückständige Miete, Betriebskostennachzahlungen, Schadensersatzansprüche oder Kosten der Rechtsverfolgung. Rechtsgrundlage sind die §§ 765 ff. BGB.
Inhalt und Pflichtbestandteile der Vorlage
Die Vorlage umfasst zwei Seiten und sechs Paragraphen. Jeder erfüllt eine konkrete Funktion:
- § 1 Parteien: Eigentümer bzw. Hausverwaltung, Mieter und Bürge werden mit vollständigen Angaben benannt. Nur so ist eindeutig, wer wem gegenüber haftet.
- § 2 Bürgschaftsgegenstand: Die Wohneinheit und der zugrunde liegende Mietvertrag werden genau bezeichnet. Die Bürgschaft sichert Forderungen aus genau diesem Vertrag. Deshalb sollte der Wohnraummietvertrag vor Abgabe der Bürgschaftserklärung final vorliegen.
- § 3 Bürgschaftsübernahme: Die Bürgschaft wird selbstschuldnerisch, zeitlich unbefristet und der Höhe nach unbegrenzt übernommen. Sie erfasst ausdrücklich auch Forderungen im Zusammenhang mit Untervermietung sowie Zinsen und Rechtsverfolgungskosten.
- § 4 Selbstschuldnerische Haftung und Verzicht auf Einreden: Der Bürge verzichtet auf die Einreden der Anfechtbarkeit und Aufrechenbarkeit (§ 770 BGB) sowie auf die Einrede der Vorausklage (§ 771 BGB). Ausgenommen bleibt der Fall, dass der Mieter mit einer unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderung aufrechnen kann.
- § 5 Dauer und Erlöschen: Die Bürgschaft gilt bis zur vollständigen Erfüllung aller gesicherten Forderungen. Eine ordentliche Kündigung durch den Bürgen ist nicht vorgesehen.
- § 6 Schriftform: Die Erklärung verlangt die eigenhändige Unterschrift des Bürgen nach § 766 BGB.
Häufige Fehler und ihre Folgen
Bei Mietbürgschaften entscheiden Details über die Wirksamkeit. Diese Fehler kommen in der Praxis am häufigsten vor:
| Fehler | Folge |
|---|---|
| Vermieter fordert die Bürgschaft zusätzlich zur vollen Kaution | Übersicherung: Die Bürgschaft ist insoweit unwirksam, wie alle Sicherheiten zusammen drei Nettokaltmieten übersteigen (§ 551 BGB) |
| Bürgschaft nur per E-Mail oder als Scan erteilt | Formnichtigkeit: § 766 BGB verlangt die eigenhändig unterschriebene schriftliche Erklärung |
| Umfang der Bürgschaft unklar formuliert | Streit darüber, ob etwa Betriebskostennachzahlungen oder Schadensersatz erfasst sind |
| Verwechslung mit der Kautionsbürgschaft von Bank oder Versicherung | Falsche Erwartungen: Das sind entgeltliche Produkte mit eigenen Bedingungen, keine private Bürgschaft |
| Bonität des Bürgen nicht geprüft | Die Sicherheit ist wirtschaftlich wertlos, wenn der Bürge selbst nicht leistungsfähig ist |
Kaution plus Bürgschaft: die Grenze des § 551 BGB
§ 551 BGB begrenzt die Mietsicherheit bei Wohnraum auf drei Nettokaltmieten. Diese Grenze gilt nicht je Sicherheit, sondern insgesamt: Kaution, Bürgschaft und andere Sicherheiten werden zusammengerechnet. Verlangt der Vermieter die volle Barkaution und dazu eine Bürgschaft, ist die Bürgschaft insoweit unwirksam, wie die Summe drei Nettokaltmieten übersteigt.
Was „selbstschuldnerisch" konkret bedeutet
Bei einer gewöhnlichen Bürgschaft steht dem Bürgen die Einrede der Vorausklage zu (§ 771 BGB): Er kann die Zahlung verweigern, solange der Vermieter nicht erfolglos versucht hat, die Forderung beim Mieter selbst zwangsweise durchzusetzen. Für den Vermieter bedeutet das im Ernstfall: erst klagen, dann vollstrecken, dann (oft Monate später) den Bürgen ansprechen.
Elternbürgschaft in der Praxis: Bonität des Bürgen prüfen
Das Standardszenario dieser Vorlage: Ein Studierender bewirbt sich um ein Apartment, das eigene Einkommen reicht für die Bonitätsanforderungen nicht aus, die Eltern bieten dem Vermieter eine Bürgschaft an. Für den Vermieter ist das eine belastbare Lösung, aber nur, wenn der Bürge selbst zahlungsfähig ist.
Dauer, Erlöschen und Abgrenzung zur Bankbürgschaft
Die Bürgschaft nach dieser Vorlage endet nicht automatisch mit dem Auszug des Mieters. Sie gilt bis zur vollständigen Erfüllung aller gesicherten Forderungen. Dazu können nach Mietende noch offene Positionen gehören: die letzte Betriebskostenabrechnung, Schadensersatz wegen Beschädigungen oder ausstehende Mietrückstände. Erst wenn alle Forderungen beglichen sind, erlischt die Bürgschaft; der Bürge hat dann Anspruch auf Rückgabe der Bürgschaftsurkunde.
FAQ
Häufige Fragen zur Vorlage
Die häufigsten Fragen aus der Vermieter-Praxis, kurz beantwortet.
Wann ist eine Mietbürgschaft sinnvoll?
Immer dann, wenn die Bonität des Mieters allein für den Vertragsschluss nicht ausreicht: bei Studierenden, Auszubildenden, Berufseinsteigern oder Selbstständigen ohne belastbare Einkommenshistorie. Ein zahlungsfähiger privater Bürge, meist ein Elternteil, gibt dem Vermieter die nötige Sicherheit und ermöglicht dem Mieter die Wohnung. Für den Vermieter ist die selbstschuldnerische Bürgschaft besonders praktikabel, weil er den Bürgen bei Zahlungsausfall direkt in Anspruch nehmen kann.
Dürfen Kaution und Bürgschaft kombiniert werden?
Nur eingeschränkt. § 551 BGB begrenzt die vom Vermieter verlangte Mietsicherheit auf insgesamt drei Nettokaltmieten. Kaution und Bürgschaft werden dabei zusammengerechnet. Fordert der Vermieter beides, ist die Bürgschaft insoweit unwirksam, wie die Summe die Grenze übersteigt. Anders liegt es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wenn ein Dritter die Bürgschaft unaufgefordert und freiwillig anbietet, um den Vertragsschluss zu ermöglichen: Dann gilt die Grenze nicht, und volle Kaution plus Bürgschaft sind nebeneinander möglich.
Was bedeutet „selbstschuldnerische Bürgschaft"?
Der Bürge verzichtet auf die Einrede der Vorausklage (§ 771, § 773 BGB). Der Vermieter muss also nicht zuerst gegen den Mieter klagen und vollstrecken, bevor er den Bürgen in Anspruch nimmt. Er kann sich direkt an den Bürgen wenden, sobald der Mieter nicht zahlt. Die Haftung bleibt dabei akzessorisch: Der Bürge schuldet nur, was der Mieter tatsächlich schuldet. Die selbstschuldnerische Ausgestaltung beschleunigt den Zugriff, erweitert aber nicht die Schuld.
Kann der Bürge die Bürgschaft kündigen?
Die Vorlage sieht keine ordentliche Kündigung durch den Bürgen vor: Die Bürgschaft gilt bis zur vollständigen Erfüllung aller gesicherten Forderungen. Der Bürge kann sich also nicht einseitig lösen, solange das Mietverhältnis läuft und Forderungen entstehen können. Ob im Einzelfall ein außerordentliches Lösungsrecht aus wichtigem Grund besteht, hängt von den konkreten Umständen ab. Wer bürgt, sollte sich der zeitlich offenen Verpflichtung deshalb vor der Unterschrift bewusst sein.
Welche Form muss die Bürgschaftserklärung haben?
Die Bürgschaft eines privaten Bürgen verlangt Schriftform: Nach § 766 BGB muss die Bürgschaftserklärung schriftlich erteilt und vom Bürgen eigenhändig unterschrieben werden. Eine Erklärung per E-Mail, als Scan oder in elektronischer Form genügt nicht. Die Bürgschaft wäre nichtig. Erst wenn der Bürge tatsächlich auf die Hauptverbindlichkeit leistet, wird der Formmangel insoweit geheilt (§ 766 Satz 3 BGB). Verlassen sollte sich darauf niemand: Das eigenhändig unterschriebene Original ist der verlässliche Weg.
Wie hoch darf eine Mietbürgschaft sein?
Das hängt davon ab, wer die Initiative ergreift. Verlangt der Vermieter die Bürgschaft als Sicherheit, gilt die Grenze des § 551 BGB: Alle Sicherheiten zusammen dürfen drei Nettokaltmieten nicht übersteigen. Bietet dagegen ein Dritter, typischerweise die Eltern, die Bürgschaft unaufgefordert und freiwillig an, um den Vertragsschluss zu ermöglichen, greift die Grenze nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht. In diesem Fall ist auch eine der Höhe nach unbegrenzte Bürgschaft möglich, wie sie diese Vorlage vorsieht.
Ist eine Elternbürgschaft für ein Studenten-Apartment zulässig?
Ja, sie ist sogar der klassische Anwendungsfall dieser Vorlage. Wenn die Eltern die Bürgschaft von sich aus anbieten, damit ihr Kind die Wohnung trotz fehlender eigener Bonität bekommt, gilt die Drei-Monatsmieten-Grenze des § 551 BGB nicht; die Bürgschaft kann dann neben der vollen Kaution bestehen und auch unbegrenzt sein. Wichtig ist die Freiwilligkeit: Der Vermieter sollte die Bürgschaft nicht zur Bedingung machen, sondern das Angebot des Bürgen dokumentieren, etwa durch ein kurzes Anschreiben.
Wann erlischt die Mietbürgschaft?
Mit der vollständigen Erfüllung aller gesicherten Forderungen aus dem Mietverhältnis. Das bloße Ende des Mietvertrags genügt nicht: Solange noch die letzte Betriebskostenabrechnung aussteht oder Schadensersatzansprüche im Raum stehen, haftet der Bürge weiter. Sind alle Forderungen beglichen, erlischt die Bürgschaft und der Bürge kann die Rückgabe der Bürgschaftsurkunde verlangen. Ein sauber dokumentierter Auszug (etwa mit einem Übergabeprotokoll) hilft, offene Punkte schnell zu klären und die Bürgschaft abzuwickeln.
Was ist der Unterschied zwischen privater Bürgschaft und Bankbürgschaft?
Bei der privaten Mietbürgschaft steht eine Privatperson, meist ein Familienangehöriger, unentgeltlich und persönlich für die Mietschulden ein. Bei der Bankbürgschaft (Mietaval) oder der Kautionsversicherung übernimmt ein Kreditinstitut bzw. Versicherer diese Rolle gegen laufendes Entgelt des Mieters; im Leistungsfall nimmt das Institut den Mieter in Regress. Kommerzielle Bürgschaften ersetzen üblicherweise die Barkaution und unterliegen, wenn der Vermieter sie verlangt, ebenfalls der Grenze des § 551 BGB. Diese Vorlage bildet ausschließlich die private Bürgschaft ab.
Wer kommt als Bürge infrage?
Der Bürge muss volljährig und geschäftsfähig sein und zudem wirtschaftlich leistungsfähig, sonst ist die Sicherheit wertlos. Vermieter sollten sich vor Annahme der Bürgschaft Einkommensnachweise vorlegen lassen und die wirtschaftlichen Verhältnisse strukturiert erfassen, ähnlich der Selbstauskunft des Mieters. Typische Bürgen sind Eltern oder nahe Angehörige des Mieters. Entscheidend ist nicht die familiäre Nähe, sondern dass der Bürge die übernommene Haftung im Ernstfall auch tragen kann.
Was kostet die Bürgschaftserklärung bei Ratiofill?
Das Ansehen der Vorlage ist kostenlos: Alle Seiten des Dokuments lassen sich im Showroom vollständig durchsehen. Wer die Bürgschaftserklärung ausfüllen möchte, registriert sich kostenlos auf app.ratiofill.com und erstellt das Dokument dort digital im Generator, mit geführter Eingabe aller Parteien, des Mietverhältnisses und des Haftungsumfangs. Für die Wirksamkeit gilt anschließend § 766 BGB: Der Bürge muss die fertige Erklärung eigenhändig unterschreiben.
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